Tour 3

 

Rheinhessens Terroir

 

 

der  Ur -Rheinsande  &  Meereskalke

 

 

 

 

Die Geologie

Geologisch gesehen ist Rheinhessen Teil des Mainzer Beckens. Dieses Absenkungsgebiet am nord-westlichen Rand des Oberrheingrabens gelangte zur Epoche des Tertiärs ( 65 Mio - 1.8 Mio Jahre ) episodisch unter Meereseinfluss. Somit kam es zur Ablagerung fossilführender Kalke und Mergel. Sehkuknochenreste, Haifischzähne, Gehäuse verschiedenster Muschel- und Schneckenarten belegen eine differenzierte Schelfgebietsfauna. Aus den festländischen Phasen erhielten sich u.a. die Ur-Rheinsande, als der Rhein noch von Worms direkt zur Binger Pforte, durch eine sanft abfallende savannenartige Landschaft mäandriete. Auch aus dieser Zeit stammen zahlreiche Fossilienreste, wie z.B. ein Schädel eines großen elefantenartigen Rüsseltiers, dem Dinotherium Giganteum, welches in den Ur-Rheinsanden bei Eppelsheim gefunden wurde. Über diese Schichten kam es in den darauf folgenden Kaltzeiten des Quartärs ( 1,8 Mio - heute )  zu erheblichen Lössanwehungen, die zur Enstehung der fruchtbaren Löss-Böden führte.

 

Das Land

Rheinhessen, auch gern als  die "Toskana Deutschlands" bezeichnet präsentiert sich im zentralen Teil als eine offene, meist flachhügelige Landschaft, mit Feldern und Weinbergen, so weit das Auge reicht. Diese Namensgebung ergibt sich wohl aus einer Kombination, aus dem meist geringen Relief, den hellen Kalksteinen und Lössböden, einer intensiven Weinwirtschaft, geringen Niederschlägen und langen Sonnenscheindauern, die im Bereich des fünzigsten Breitengrades, nördlich der dichten und deutlich kühleren sowie niederschlagsreicheren Waldgebiete doch eher nicht zu erwarten wäre. Etwas anders gestaltet sich das Landschaftsbild in den Randbereichen des rheinhessischen Tafel- und Hügellands, wo steil abfallendes Relief an die deutlich niedrigere Rheinebene grenzt und damit einzigartige Panoramablicke generiert.

 

Die Tour

Hier, im nord-westichen Bereich der Steilkante Rheinhessens führt die Tour in einem ausgedehnten Spaziergang entlang des oberen Hangs, über das Plateau des Jakobs- & Laurenzibergs, oberhalb der Dörfer Ockenheim, Gau-Algesheim, Appenheim, Aspisheim und Dromersheim. In einer die Rheinebene um ca. 150m überragenden Höhe erwarten Sie einzigartige Panoramablicke in die Region. Sie blicken bis ins 40 Kilometer entfernte Donnersberggebiet, den Hunsrück, das Naheland und den Rheingau, mit dem sich südlich anschließenden Inselrhein. Diese Tour führt durch 8 Weinbergslagen - Klosterweg, Schönhölle, Johannisberg, Rothenberg, St. Laurenzikapelle, Sonnenberg, Honigberg & St. Jakobsberg - in denen Sie die Sonne Rheinhessens genießen, eingefangen in unterschiedlichen Weinen, die an ihren Anbaustandorten direkt verkostet werden. In den Weinen kommen die rheinhessischen Terroir-Faktoren aus Kalk- und Mergel-Gesteinen, Löß-Böden und den begünstigten Klimaverhältnissen der Region zu ihrer vollen Entfaltung. Im Feld erwartet sie zudem der Winzer des Öko-Weinguts Hothum, um über seine Techniken im Weinberg und Keller zu berichten.

 

 

Termine 2018:

 

nach Vereinbarung

 

 

Standorte:

  • Kultivierungslagen Klosterweg, Schönhölle, Johannisberg, Rothenberg, St. Laurenzikapelle, Sonnenberg, Honigberg & St. Jakobsberg
  • Ockenheimer und Dromersheimer Hörnchen
  • Ur-Rhein-Sande (Dinotherien-Sande)

 

Ablauf und Hinweise:

  • Dauer:  ~ 5 Stunden mit Pausen an markanten Lokalitäten
  • Beginn:  13 Uhr
  • Treffpunkt:  Bahnhof Ockenheim oder Parkplatz am Kloster Jakobsberg
  • Ausgedehnter Spaziergang über Jakobs- und Laurenziberg
  • Weinprobe von 6 Weinen
  • Überwiegend unbefestigte Wege

 

Kosten:

  •  30 €/Person, unter 10 Personen variieren die Preise
  •  Kinder bis 16 Jahre, die ihre Eltern begleiten, sind kostenfrei
  •  Für Personen, die keinen Alkohol trinken, abzüglich einer Weinpauschale

 

Allgemeines:

  • Der Tourbesuch ist bis 3 Tage im Voraus anzumelden
  • Bei individueller Buchung außerhalb der Termine ist eine Flexibilisierung der Tour möglich, z.B. zeitliche Anpassung oder Erweiterung der Weinverkostung, Vesper im Weinberg etc.
  • Dieser Exkurs wird auch als Lehrveranstaltung für Schulen und andere Bildungseinrichtungen, in denen Alkoholverbot vorgegeben ist, ohne Weinverkostung angeboten.